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Die ersten 100 Tage als Führungskraft

Roman Schlosser ist neuer Abteilungsleiter der Wirtschaftsschule und des Berufskollegs an der Kaufmännischen Schule Crailsheim– stellvertretender Schulleiter Carsten Briese übernimmt die Berufsschule

„Ich bin nie fertig, es bleibt immer etwas übrig“, sagt Roman Schlosser, der seit dem Schuljahr 2018/19 das Amt des Abteilungsleiters der Wirtschaftsschule und des Berufskollegs an der Kaufmännischen Schule Crailsheim übernommen hat. Mehr als 100 Tage ist er nun in der Schulleitung tätig, Zeit also für ein erstes Resümé. Was hat sich in seinem Schulalltag verändert?

Der 53-Jährige unterrichtet seit 2003 die Fächer Mathematik und Physik an der KSCr. War Schlosser bis zum letzten Schuljahr hauptsächlich mit Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Fachliteratur wälzen und Personalratssitzungen beschäftigt, hat sich sein Schulalltag seit September doch ganz schön gewandelt. Von 25 auf 14 Unterrichtsstunden pro Woche reduziert, dafür aber auf viele Arbeitsstunden erhöht. „Mein Stundenlohn hat sich deutlich reduziert“, so Schlosser. An- und Abmeldungen der Schülerinnen und Schüler, Konferenzen, Eltern- und Schülergespräche, Verwaltungsaufgaben und die Weiterleitung von Richtlinien sind nur einige Aufgaben, mit denen sich der gebürtige Crailsheimer nun beschäftigt. „Man hat eben Verantwortung für zwei Abteilungen“, erzählt Schlosser. Dass der Lehrer schon immer das Motto der KSCr „Mehr als Schule“ lebt, zeigt sich auch in seinem pädagogischen Wirken außerhalb des Unterrichts. Er hat das Konzept des „Crailsheimer Modells“ in der Wirtschaftsschule multipliziert, am Seminar in Stuttgart Fortbildungen gehalten sowie Lernmaterial für das Fach Mathematik erstellt. Nach zehnjährigem Fokus auf die externe Arbeit an verschiedenen Schulen hat sich Schlosser entschieden, den Blick mehr auf die eigene Schule, sprich auf die Schulentwicklung, zu richten. Neben der Arbeit als Personalrat hat er an der Kaufmännischen Schule Crailsheim zusammen mit Kolleginnen und Kollegen das Fachschaftskonzept erarbeitet und eingeführt. „Ich möchte einfach an der Schulentwicklung mitarbeiten und etwas bewegen – das ist das, was mich interessiert“, sagt der Abteilungsleiter. Das Hauptaugenmerk möchte er dabei in Zukunft vor allem auf die Klassenführung, den Umgang mit Fehlzeiten sowie die individuelle Förderung in den einzelnen Klassen richten.

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