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Fit im Büro und in der Schule

An der Kaufmännischen Schule informierten Schüler beim Gesundheits- und Wohlfühltag über Ernährung und Ergonomie am Arbeitsplatz.

Beim Gesundheits- und Wohlfühltag gab es in den einzelnen Klassen Übungen zu Koordination und Dehnen. Diese können leicht in den Schul- und Büroalltag integriert werden.

Wer den ganzen Tag im Büro oder in der Schule sitzt, hat nur wenig Zeit, auf gesunde Ernährung zu achten; geschweige denn, sich während dieser Zeit ausreichend zu bewegen. Dass es aber auch anders gehen kann, zeigt der Gesundheits- und Wohlfühltag der Kaufmännischen Schule in Crailsheim. Los ging es bereits morgens: Die Schüler wurden in einer dekorierten Aula empfangen. Zusätzlich lief Workout-Musik, und es wurden Flyer verteilt. So war jedem klar: Heute ist ein anderer Tag als sonst. „Anfangs wollten wir Stationsläufe und Massagen in den Klassen anbieten“, sagt Melissa Menzler vom Organisationsteam. Das war aber nicht umsetzbar. So sei man auf die Idee gekommen, Vorträge und Übungen in Klassen zu veranstalten und, für eine gesündere Ernährung, Früchte- und Müslibecher in der Aula zu verkaufen. Außerdem wurden Informationsplakate entworfen und aufgehängt und Flyer zu den Themen Ergonomie und Rücken verteilt.

„Während der Schule oder im Büro sollen die Übungen entspannen und auflockern“, erklärt Jessica Gebert, eine der Organisatorinnen. Dadurch wird der Körper besser durchblutet und die Konzentrationsfähigkeit steigt wieder. Ausgesucht hat die Übungen die zuständige Gruppe. Gebert warf als Sport- und Gymnastiklehrerin noch einmal einen Blick darüber.

Das Projekt wurde von der Klasse W3BM2 der Kaufmännischen Schule organisiert. Diese setzte sich in vier Gruppen zu je vier Schülern zusammen und beschäftigte sich zwei Stunden in der Woche mit den Themen Sport, Entspannung und Ernährung. Zusätzlich gab es eine Gruppe zur Organisation und den Vorträgen, die in Klassen gehalten werden sollten.

Entstanden ist die Veranstaltung aus dem Projekt der Klasse des vergangenen Schuljahres. „Damals gab es einen Hotdog-Stand“, sagt Daniela Popp, ebenfalls vom Organisationsteam. Zusätzlich gebe es kaum Schüler, die sich in den Pausen gesund ernähren. „Deshalb wollten wir unseren Mitschülern die Möglichkeit dazu bieten.“

Als Alternative zum sonstigen Fast Food gab es Früchte- und Müslibecher für je einen Euro, Wasser wurde kostenlos ausgeschenkt. Und das kam richtig gut an. „Wir mussten nach der Pause morgens sogar noch mal los, um neues Obst einzukaufen“, sagt Daniela Popp. Eigentlich wollten sie nur kostendeckend verkaufen. Den Überschuss, den sie jetzt erzielten, spendeten sie an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Dass das Angebot jeden Tag so erfolgreich wäre, glaubt Daniela Popp nicht. Aber: „Einmal im Monat wäre das bestimmt gut.“

(Text und Bilder: Hohenloher Tagblatt, Luca Schmidt, 01.12.2017)

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