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Klassenbuch 2.0 – KSCr wird digital

Kann mal jemand das Klassenbuch holen? Diese Frage wird an der Kaufmännischen Schule Crailsheim (KSCr) wohl nicht wieder zu hören sein. Denn in diesem Schuljahr wurde das digitale Klassenbuch eingeführt. Seit dem laufen alle Einträge nur noch über PC, Tablet oder das Smartphone.

Eintragungen wie Lernstoff, vergessene Hausaufgaben, entschuldigt bzw. unentschuldigt abwesende Schüler oder Bemerkungen zu Verhalten wurden bisher mit Stift zu Papier ins physische Klassenbuch gebracht. Für dieses Klassenbuch waren pro Klasse zwei Schüler verantwortlich, die sogenannten Tagebuchordner. Sie nahmen das Buch in die jeweiligen Unterrichte mit und erinnerten so manche Lehrkraft daran, den Klassenbucheintrag vorzunehmen. Daran müssen die Lehrkräfte der KSCr jetzt selbst denken, denn mit der Einführung der digitalen Variante sind auch die Tagebuchordner „arbeitslos“ geworden.

Dabei war die Umstellung auf das digitale Klassenbuch ein sehr aufwendiges Unterfangen, wie der hierfür verantwortliche Lehrer Michael Oppitz sagt: „Im ersten Schritt mussten alle klassenbuchrelevanten Daten, mehr als 900 Schüler, alle Lehrer, Klassen, Räume und Stundenpläne im neuen digitalen Klassenbuche erfasst werden. Danach wurde das System auf die Bedürfnisse unsere Schule hin konfiguriert und die richtige Funktionsweise getestet. Anschließend wurden Leitfäden, wie das digitale Klassenbuch von den Lehrern zu verwenden ist, erstellt sowie Schulungen für die Lehrkräfte konzipiert und gehalten. Dies erfolgte größtenteils schon in den letzten Sommerferien.“

Dieser Aufwand war notwendig, da im letzten Schuljahr keine papiergebundenen Kurs- und Klassenbücher mehr für das derzeitige Schuljahr angeschafft wurden und es somit kein Zurück zum traditionellen Klassenbuch mehr gibt.

„Das Kollegium der KSCr hat die Herausforderungen im Zusammenhang mit der neuen Form des Klassenbuchs sehr offen und engagiert angenommen. Es gab vereinzelt Anlaufschwierigkeiten, die aber ausgeräumt werden konnten, so dass das digitale Klassenbuch ein Erfolg geworden ist.“, resümiert der Schulleiter Peter Kottenstein die bisherigen Erfahrungen mit der neuen Ressource. Dies liegt daran, dass die Vorteile für alle Beteiligten überwiegen. So können nun beispielsweise die Schüler ihren tagesaktuellen Stundenplan inklusive aller Vertretungen bis zu zwei Wochen im Voraus in ihrer Smartphone-App oder im Browser einsehen. Auch sind alle anstehenden Klassenarbeitstermine, Klassendienste und fällige Hausaufgaben für sie jederzeit abrufbar.

Für die Lehrkräfte war es nicht nur eine reine Digitalisierung der Klassenbucheinträge, es können mit der digitalen Lösung die tagesaktuellen Lehrer- bzw. Klassenstundenpläne oder Raumbelegungspläne eingesehen werden. Raumverlegungen, Terminabsprachen können von den Lehrern in Eigenregie vorgenommen werden und die betroffenen Kollegen und Klassen werden automatisch informiert. Weiterhin können die Lehrer orts- und zeitungebunden Berichte zu ihren Unterrichtseinheiten und Klassen wie beispielsweise aktuelle Fehlzeitenlisten abrufen. Viele organisatorische Aufgaben können so außerhalb der Unterrichtszeit vorgenommen werden, sodass mehr Zeit für den eigentlichen Unterricht bleibt.

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