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Klimaschutz Demo: Ist das denn schon alles?

„Fridays for Future“ – seitdem die 15-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden im Dezember 2018 die Streikaktion ins Leben gerufen hat, vernetzen sich weltweit Schüler*innen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Peter Gansky, der Religionslehrer an der Kaufmännischen Schule Crailsheim, nimmt das Interesse seiner Schüler*innen ernst, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Deshalb thematisiert er die „Fridays for Future-Demos“ im Unterricht. Den Schüler*innen ist es schnell klar, dass es zu einfach ist, die Unterrichtszeit als Zeit zum Demonstrieren zu verwenden. „Da muss mehr kommen“, sagt Gansky. Eine politische Willensbekundung tue zwar Not, gerade unter jungen Menschen, jedoch könne eine Demonstration nur ein Schritt in die Öffentlichkeit sein, ganz persönliche Schritte müssten zwangsläufig folgen, so Gansky weiter. Diese Einsicht, sich an die eigene Nase zu fassen, kommt aus diesem Grund schnell im Klassengespräch auf. Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen: Der beliebte „coffee to go“ ist ein Paradebeispiel für den unbedachten Umgang mit den Ressourcen. Jedoch sehen die Schüler*innen noch andere „Umweltsünden“, z.B. sich im Auto zur Schule fahren zu lassen, anstatt mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Auf großen Plakaten weisen deshalb die Schüler*innen der KSCr ihre Mitschüler*innen auf einen Wandel im Lebensalltag hin: Müll sauber trennen! Weniger Strom verbrauchen! Regional einkaufen! Papierverbrauch reduzieren! Mit Bus und Bahn fahren!

Für die Schüler*innen ist dann das Demonstrieren zweitrangig, denn das eigene ökologisch-nachhaltige Verhalten ist ein glaubwürdigeres Zeichen, das auf den Klimawandel hinweist – und ihn sogar zu verhindern hilft.

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