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Poetry Slam

Gedichte waren gestern? Falsch. Poetry Slam ist das Format, das Lyrik auch für junge Menschen wieder attraktiv macht. Deshalb veranstaltete die KSCr einen Poetry-Slam-Workshop für ihre Schülerinnen und Schüler.


KSCr...mehr als Schule. Dieses Schulmotto vor Augen und die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises der Kaufmännischen Schule im Rücken, organisierte das Schülerbüchereiteam der KSCr einen Poetry-Slam-Workshop für Interessierte. Michael Jakob, Theaterpädagoge und selbst Slamer, zeigte 16 Schülerinnen und Schülern der Kaufmännischen Schule an zwei Workshoptagen, wie man eigene Texte schreibt, überarbeitet und vor Publikum präsentiert. So erarbeiteten die Teilnehmer insgesamt jeweils vier verschiedene Texte, die beispielsweise Ikea-Lampen genauer unter die Lupe nahmen oder gesellschaftskritische Themen aufgriffen. Nachdem die Jungpoeten mit den eigenen Texten und dem notwendigen know-how ausgestattet waren, fehlte natürlich noch das Wichtigste: Der Poetry-Slam selbst. Schließlich sollten die im Workshop verfassten Texte ja nicht in der Schreibtischschublade vor sich hinvegetieren, sondern wollten vor Publikum präsentiert werden. Deshalb kam Michael Jakob erneut zurück an die KSCr und moderierte eine Abschlussveranstaltung, an der die Workshopteilnehmer und auch Michl selbst ihre Texte zum Besten gaben. Dem Lampenfieber zum Trotz – schließlich waren die jeweiligen Klassenkameraden der Slamer geladen – wurde geslamt und im Anschluss von einer Publikumsjury bewertet, welche Beiträge am meisten gefielen. Am Ende standen drei Publikumslieblinge fest: Christina Gerber, Tamara Trautmann und Maximilian Born konnten sich mit ihren Worten in die Herzen der Zuschauer slamen. Letztlich entschied die Intensität des Applauses, wer das Rennen gewinnen sollte. Maximilians Text landete auf dem ersten, Tamaras Beitrag auf dem zweiten und Christinas Text auf dem dritten Platz. Die drei fabelhaften Eigenkreationen wurden dann natürlich noch durch Urkunden und Preise ausgezeichnet und der Mut aller Teilnehmer durch minutenlangen Applaus honoriert. Die Stimmung verriet, dass Lyrik – entgegen der oft vorherrschenden Schülermeinung – eben doch auch manchmal etwas Wunderbares sein kann. Man muss es nur richtig verpacken.

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