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Schule zum Anfassen

Digitalisierung im Unterricht: Schülerin Josepha Bräuner gibt Jonas Dambacher spielerisch mit einer Learning App Einblicke in den BWL-Unterricht

Schüler und Eltern nutzen den Infotag, um sich über das breite Bildungsangebot der beruflichen Schulen in Crailsheim zu informieren

Den einen zieht es nach der Realschule eher an ein Gymnasium, andere möchten erstmal eine Ausbildung absolvieren oder nach der Hauptschule die Mittlere Reife nachholen. So individuell die Wünsche der einzelnen Schüler sind, so breitgefächert ist die Möglichkeit an den beruflichen Schulen in Crailsheim. Peter Kottenstein, Schulleiter der Kaufmännischen Schule Crailsheim, eröffnet den diesjährigen Infotag in der Aula und gewährt den Besuchern einen kurzen Überblick über die einzelnen Schularten.

Nach dem Motto „Schule zum Anfassen“ präsentieren sich die drei Schulen des Berufsschulzentrums und demonstrieren, dass Schule nicht nur langweilige Theorie bedeutet. So zeigen Schülerinnen an der Eugen-Grimminger-Schule beispielsweise, wie man ein neugeborenes Baby richtig wickelt, an der Gewerblichen Schule wird im Rahmen einer Seminararbeit an einem Airhockey-Tisch gebastelt, während Schüler der Kaufmännischen Schule über Bausparverträge und Immobilien aufklären.

Der Schüler Jonas Dambacher möchte nach der Realschule das Wirtschaftsgymnasium besuchen, besonders interessiert ihn dabei das Profil Finanzmanagement. „Ich finde es gut, dass ich hier etwas für das weitere Leben lerne – mit Steuererklärungen und Versicherungen wird jeder früher oder später einmal konfrontiert“, so der 15-Jährige. Eher technisch versiert ist Noah Haaf aus Kirchberg. Der Realschüler bastelt in seiner Freizeit gern an Computern und möchte daher in Zukunft das technische Gymnasium besuchen. Er interessiere sich sehr für das Profil Mechatronik, „das Ziel ist später einmal ein Studiengang im IT-Bereich“, so Haaf weiter. Für Luisa Rieck soll es nach der Hauptschule auf die zweijährige Berufsfachschule im Bereich Gesundheit und Pflege gehen. Der Umgang mit Menschen mache ihr Spaß und sie habe schon ein wenig Berufserfahrung im Altenheim gesammelt. „Man bekommt einfach von den älteren Leuten so viel zurück, sie erzählen von ihrem früheren Leben uns das finde ich unglaublich spannend“, meint die 15-Jährige.

Dass Schule weit mehr als Unterricht bedeutet, zeigen auch die verschiedenen AGs im Foyer der einzelnen Schulen. So präsentieren sich die S(chüler) M(it) V(erantwortung) mit frisch gemachtem Popcorn, Kuchen, leckeren Hot-Dogs und klären dabei über ihre verschiedenen Aktionen im Schuljahr auf. Tim Hohenstein war vor zwei Jahren selbst am Infotag – heute besucht er die 12. Klasse am TG und weiß, wie wichtig der Austausch an so einem Tag mit den Schülern und Lehrern ist. „Die Gespräche mit den Schülern haben mir persönlich am meisten bei meiner Entscheidung weitergeholfen“, sagt der Gymnasiast. Schließlich sei dies am authentischsten und man bekomme aus erster Hand mit, wie der Hase laufe. Und genau dazu soll der Infotag ja auch dienen: Zu guten Gespräche, vielen Eindrücken und am Ende hoffentlich zur richtigen Entscheidung.

Info: Der Bewerbungsschluss für das Online-Verfahren für das Schuljahr 2020/2021 ist der 1. März 2020.

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